Stand: Juli 2026
Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Software „validait" (App unter app.validait.de) durch Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Anbieter: validait — Löffler & Tradler GbR, Innstraße 22, 83022 Rosenheim („Anbieter"). Ein Angebot an Verbraucher erfolgt nicht. Entgegenstehende Einkaufsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
Die Registrierung stellt ein Angebot des Kunden auf Abschluss eines Nutzungsvertrags dar. Der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Kontos durch den Anbieter zustande; ein Anspruch auf Freischaltung besteht nicht. Ein Konto gehört stets einem Unternehmen (Mandant); der Kunde benennt bei der Registrierung einen Administrator, der weitere Nutzer seines Unternehmens anlegen und verwalten kann. Zugangsdaten sind geheim zu halten; der Kunde informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch. Soweit der Kunde über den Dienst personenbezogene Daten verarbeitet, wird der Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO in der jeweils gültigen Fassung (abrufbar unter www.validait.de/avv) mit Vertragsschluss Bestandteil des Vertrags.
validait ist eine Software zur Entscheidungsunterstützung bei Ausschreibungen: Sie strukturiert Unterlagen, prüft sie gegen Kriterienkataloge und eigene Kriterien des Kunden, durchsucht öffentliche Vergabedaten und erstellt Auswertungen (u. a. Go/No-Go-Empfehlungen, Wettbewerbs- und Partneranalysen, Audio-Zusammenfassungen). Die Analysen werden teilweise durch KI-Systeme erzeugt und sind entsprechend gekennzeichnet. Der jeweils gebuchte Funktionsumfang und die Nutzungskontingente ergeben sich aus der Planübersicht auf der Preisseite.
(1) Der Anbieter kann einen kostenlosen Plan mit eingeschränktem Funktionsumfang bereitstellen. Ein Anspruch auf Bereitstellung, Verfügbarkeit oder Fortführung des kostenlosen Plans besteht nicht; der Anbieter kann den kostenlosen Plan jederzeit ändern oder einstellen.
(2) Im Rahmen des kostenlosen Plans haftet der Anbieter unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(3) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf; in diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
Die Ergebnisse von validait sind automatisiert erstellte Entscheidungsunterstützung und keine Rechts-, Steuer- oder Wirtschaftsberatung. KI-gestützte Auswertungen können unvollständig, veraltet oder fehlerhaft sein — auch wenn Belegstellen angezeigt werden. Der Kunde ist verpflichtet, alle Ergebnisse vor geschäftlichen Entscheidungen (insbesondere Angebotsabgabe oder -verzicht) eigenverantwortlich anhand der Originalunterlagen zu prüfen.
Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Analyseergebnisse sowie der aus öffentlichen Quellen übernommenen Vergabedaten. Eine Haftung für Entscheidungen, die der Kunde auf Grundlage der Ergebnisse trifft, sowie für entgangene Aufträge oder entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen. Unberührt bleibt die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz; bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden, insgesamt höchstens auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten gezahlten Entgelte.
Der Kunde (a) stellt sicher, dass er zur Nutzung der hochgeladenen Unterlagen berechtigt ist und durch den Upload keine Rechte Dritter verletzt, (b) lädt keine rechtswidrigen Inhalte hoch, (c) lädt personenbezogene Daten Dritter nur hoch, soweit er hierfür eine Rechtsgrundlage hat (siehe § 10), (d) nutzt die Software nicht zur automatisierten Massenabfrage, zum Reverse Engineering oder zum Aufbau eines Konkurrenzprodukts, (e) hält Zugangsdaten geheim. Vom Kunden angelegte Nutzer handeln in seinem Verantwortungsbereich; deren Handlungen werden dem Kunden zugerechnet.
Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare, nicht unterlizenzierbare Recht, die Software für eigene Geschäftszwecke zu nutzen. Alle Rechte an der Software, ihren Kriterienkatalogen und Auswertungslogiken verbleiben beim Anbieter. An den vom Kunden hochgeladenen Inhalten behält der Kunde alle Rechte; er räumt dem Anbieter das Recht ein, diese Inhalte ausschließlich zur Vertragserfüllung (Analyse, Speicherung, Anzeige) zu verarbeiten. Eine Nutzung von Kundendaten zum Training von KI-Modellen findet nicht statt.
Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Preisseite ausgewiesenen Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Zugang nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Frist sperren; der Vergütungsanspruch bleibt bestehen. Preisänderungen für laufende Abonnements kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen im Voraus in Textform an; der Kunde kann zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
Abonnements laufen monatlich und verlängern sich automatisch, sofern nicht zum Ende des Abrechnungszeitraums gekündigt wird — über das Kundenportal (Einstellungen → Abo & Abrechnung) oder in Textform. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten 30 Tage lang exportieren bzw. deren Export verlangen; danach werden die Daten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Datenschutzerklärung. Soweit der Kunde personenbezogene Daten Dritter in die Plattform lädt, ist er hierfür Verantwortlicher; der Anbieter verarbeitet diese Daten als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach § 2 dieser Bedingungen (abrufbar unter www.validait.de/avv) ist Bestandteil des Vertrags; die eingesetzten Unterauftragsverarbeiter sind dort und in der Datenschutzerklärung benannt.
Der Anbieter erbringt die Leistung mit branchenüblicher Sorgfalt, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und bei längerer Dauer angekündigt. Der Anbieter darf den Funktionsumfang weiterentwickeln, solange der Vertragszweck gewahrt bleibt; wesentliche Einschränkungen werden angekündigt.
Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei (insbesondere hochgeladene Unterlagen, Geschäftszahlen und nicht öffentliche Produktinformationen) vertraulich und verwenden sie nur zur Vertragsdurchführung. Diese Pflicht besteht für die Dauer von drei Jahren nach Vertragsende fort. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft anpassen, soweit dies aus triftigen Gründen (insbesondere Rechtsänderungen, Weiterentwicklung des Produkts) erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt; widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten sie als angenommen — hierauf wird in der Ankündigung hingewiesen. Bei Widerspruch kann jede Partei zum Wirksamwerden kündigen.
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist — soweit zulässig — der Sitz des Anbieters. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; an die Stelle der unwirksamen Regelung tritt die gesetzliche Regelung.